Gutes Finden

Rückblick: Tage der offenen Türen 2025

Das waren unsere Tage der offenen Türen 2025

Von 17. bis 19. Oktober 2025 öffneten 30 Initiativen aus ganz Oberösterreich ihre Tore und luden im Rahmen der Tage der offenen Türen bei FoodCoops, SoLaWis & Co zum Kennenlernen, Mitmachen und Verkosten ein. Unter dem Motto „Gemeinschaft schmeckt besser“ boten die teilnehmenden Gruppen ein buntes Programm mit Verkostungen, Hofführungen, Kinderaktionen, Kürbisschnitzen und Standlmärkten.

Ein besonderes Highlight waren die Jubiläumsfeiern der beiden FoodCoops „Kirchschlager Speis“ und „GuaT – Gutes aus Taiskirchen“, die jeweils ihr zehnjähriges Bestehen feierten. Auch kulinarisch kamen Besucher:innen auf ihre Kosten – etwa bei der „Jause von dahoam“, die ganz im Zeichen regionaler Spezialitäten stand.

Gemeinschaft und regionale Versorgung im Mittelpunkt

„Mit diesen Tagen der offenen Türen wollen wir zeigen, wie viel Engagement, Lebensqualität und Innovationskraft in unseren Regionen steckt. Es geht um lokale Versorgung mit qualitativ hochwertigen Bio-Lebensmitteln – und um die Gemeinschaft im Ort“, betonte Magdalena Barth, Obfrau von BIO AUSTRIA Oberösterreich.

„Gemeinschaft schmeckt besser – das haben die Tage der offenen Türen wieder gezeigt. Unsere regionalen Lebensmittelinitiativen beweisen Tag für Tag, dass nachhaltige Versorgung Vorteile für alle hat! Es werden nicht nur die Produzent:innen in der Region gestärkt, sondern es entsteht auch gutes Essen, Vertrauen in die Herkunft der Lebensmittel und ein starkes Miteinander“, so Norbert Rainer, Geschäftsführer des Klimabündnis OÖ.

Oben von links nach rechts: SoLaWi Tannberg (Lochen a. See), Bauern.laden.ein (Alberndorf), FoodCoop Wallerner Körberl (Wallern). Unten links: SoLaWi Ackerhummel (Neustift i. Mühlkreis)

Viele neue Gesichter und viel Begeisterung

Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, Initiativen kennenzulernen, Produzent:innen persönlich zu treffen und regionale Köstlichkeiten zu probieren. Viele Interessierte entschieden sich spontan, einer FoodCoop beizutreten oder einen Probe-Ernteanteil bei einer SoLaWi zu übernehmen – ein deutliches Zeichen für das wachsende Interesse an nachhaltiger, regionaler Lebensmittelversorgung.

In Oberösterreich gibt es mittlerweile 33 FoodCoops und 15 SoLaWis – damit liegt das Bundesland österreichweit im Spitzenfeld. Seit 2014 werden diese Initiativen durch das Projekt „Appetit auf Gutes“ unterstützt, eine Kooperation von BIO AUSTRIA OÖ, Klimabündnis OÖ und dem Umweltressort des Landes OÖ.

Was sind FoodCoops und SoLaWis?

  • FoodCoops, kurz für Lebensmittelkooperativen, sind Zusammenschlüsse von Konsument:innen, die direkt von regionalen Hersteller:innen Lebensmittel beziehen. Die Mitglieder einer FoodCoop organisieren den Einkauf gemeinschaftlich und setzen auf kurze Lieferwege, um eine nachhaltige Versorgung zu garantieren. Die Idee dahinter: Erzeuger:innen erhalten faire Preise und die Konsument:innen hochwertige, frische Lebensmittel aus der Region. Die Mitglieder entscheiden gemeinsam, welche Produkte von welchen Betrieben bezogen werden. So entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Produzent:innen und den Konsument:innen, die bewusst und aktiv an der Lebensmittelversorgung teilnehmen.
  • Solidarische Landwirtschaften (SoLaWis) gehen noch einen Schritt weiter. Hier schließen sich Höfe direkt mit einer Gruppe von Konsument:innen zusammen, um die Herstellung und Verteilung von den am Hof erzeugten Lebensmitteln gemeinschaftlich zu gestalten. Die Mitglieder – auch „Ernteteiler:innen“ genannt – unterstützen den Betrieb finanziell im Voraus, damit dieser die Lebensmittel über die Saison hinweg produzieren kann. Dafür erhalten sie regelmäßig ihren Anteil der hergestellten Lebensmittel. SoLaWis ermöglichen es den Konsument:innen eng mit der Landwirtschaft verbunden zu sein und nicht nur die Ernte, sondern auch Produktionsentscheidungen mitzutragen und bei Mithilfetagen direkte Einblicke in die Herstellung ihrer Lebensmittel zu bekommen. Das Konzept fördert die regionale Versorgung, schont wertvolle Ressourcen und stärkt die soziale Gemeinschaft.

Das waren die Tage der offenen Türen 2024:

Zahlreiche der insgesamt über 60 oberösterreichischen Initiativen öffneten am 18. und 19. Oktober 2024 ihre Türen und Hoftore für alle, die sich ein Bild von gemeinschaftsgetragener Lebensmittelversorgung machen wollten.

In Aspach im Innviertel überzeugte die FoodCoop „Brot und Ruam“, wo ein Marktfest für Besucher:innen veranstaltet wurde. Hier konnten zahlreiche biozertifizierte Produkte direkt verkostet werden. Magdalena Barth, Obfrau von BIO AUSTRIA Oberösterreich, zeigte sich begeistert vom Engagement der FoodCoop und lobte den Beitrag zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Ein weiteres Highlight an den Tagen der offenen Türen 2024 war die SoLaWi Gmias in Leonding mit ihrem vielfältigen Gemüseanbau und einem tiefen Einblick in den gemeinschaftlichen Produktionsprozess. Auch prominente Unterstützung kam von Umweltlandesrat Stefan Kaineder, der betonte, wie wichtig solche Projekte für die regionale und gesunde Lebensmittelversorgung und das Klima sind.

Auch viele weitere Initiativen wie „Bauern.laden.ein“ in Alberndorf, FoodCoop VöcklabruckSoLaWi Vöcklabruck, „Pabneukistl“ in Arbing, Fairteiler ScharnsteinSoLaWi futter:natur in Wallern und zahlreiche mehr öffneten ihre Türen und Hoftore und begeisterten mit Rahmenprogramm, Kostproben und persönlichen Gesprächen.

Wir freuen uns auf die nächsten Tage der offenen Türen bei den Ernährungsinitiativen in eurer Region!