Gutes Finden

Tage der offenen Türen 2026

Tage der offenen Türen 2026

Von 16. bis 18. Oktober 2026 laden wieder zahlreiche FoodCoops, SoLaWis und Lebensmittelinitiativen bei den Tagen der offenen Türen zum Kennenlernen, Mitmachen und Verkosten ein.

Die Vorbereitungen für die Tage der offenen Türen laufen bereits. Die Infos werden hier laufend aktualisiert.

Ihr wollt mit eurer FoodCoop oder SoLaWi an den Tagen der offenen Türen teilnehmen? Dann meldet euch bei uns unter appetitaufgutes@bio-austria.at

Freitag, 16.10.2026

Burgenland

  • Marbachgemüse – Solidarische Landwirtschaft

10 – 17 Uhr

Burgenland, 7571 Rudersdorf, Marbachstraße 40, Website

Programm: Feldrundgang

Oberösterreich

BRAUNAU

  • Brot und Ruam – FoodCoop

15 – 18 Uhr

Aspach, Marktplatz 8, Website

Programm: Blick hinter die Kulissen einer FoodCoop

GRIESKIRCHEN

  • Wallerner Körberl – FoodCoop

16:30 – 18:30 Uhr

Wallern an der Trattnach, Tagesheimstätte – Marktplatz 1, Website

Programm: Verkostung der Produkte vom Wallerner Körberl und Gewinnspiel: Gewinnt eine von 5 Jahresmitgliedschaften beim Wallerner Körberl + Einkaufsguthaben im Gesamtwert von über 150 Euro!

  • 4722er Körberl – Vereinsprojekt

10 – 16 Uhr

Peuerbach, Hauptstraße 6, Website

Programm: Kaffee & Kuchen, Verkostungen

GMUNDEN

  • Fairteiler Scharnstein – FoodCoop

17 – 20 Uhr

Scharnstein, Mühldorf 18, Website

Programm: Kennenlernen und Austausch

KIRCHDORF

  • Almgrün – SoLaWi

Feldführung um 14 Uhr

Pettenbach, Grüne Erde Welt Almtal, Hinterbergstraße 4, Website

Programm: Feldführung um 14:00 Uhr

  • Güterwege – FoodCoop

16 – 17:30 Uhr

Kirchdorf, Bahnhofstrasse 16a, Website

Programm: Verkostung und Kennenlernen

  • S’Gartl – FoodCoop

16 – 19 Uhr

Windischgarsten, Hauptstraße 28 (Schärhaus), Website

Programm: Kaffeetratsch mit den Mitgliedern, Verkostungen

  • s’KerbaL Kremsmünster – FoodCoop

15 – 18 Uhr

Kremsmünster, Hauptstrasse 14, Website

Programm: Gemütlicher Austausch bei Kaffee und Kuchen, Verkostung von Produkten unserer Lieferanten

LINZ

  • EKG Linz – FoodCoop

15 – 19 Uhr

Linz, Graben 3, 1.Stock, Website

Programm: Verkostung und Blick hinter die Kulissen einer Einkaufsgemeinschaft

  • Franckkistl – FoodCoop

14 – 17 Uhr

Linz, Wimhölzlstraße 27, Website

Programm: Vorstellen der FoodCoop

  • Urfair – FoodCoop

15:30-17:00 Uhr

Linz, Rudolf-Straße 17, Website

Programm: 16:00-17:00 Uhr Workshop mit Südwind „Klimakrise und Gerechtigkeit – globale Zusammenhänge und Handlungsmöglichkeiten“: Die Klimakrise trifft jede:n, aber sie trifft nicht jede:n gleich. In diesem Workshop werden globale Dimensionen und soziale Aspekte der Klimakrise diskutiert sowie Zusammenhänge zwischen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit aufgezeigt. Die Plätze sind begrenzt, daher bitte um Anmeldung bis 14.10.2026 unter urfair.food@gmail.com.

  • Das Wurzelwerk – Online-Vorbestellsystem mit wöchentlicher Abholung

9:30 – 16:30 Uhr

Keplerstraße 5, 4040 Linz, Website

Programm: Kennenlernen und Austausch

LINZ LAND

  • Gmias – Solidarische Landwirtschaft

9 – 14 Uhr

Leonding, Am Dürrweg, Website

Programm: Kennenlernen der SoLaWi und der Produzent:innen

PERG

  • Pabneukistl

10 – 16 Uhr

Arbing, Bundesstr. 7/3 (Tankstelle Breiteneder), Website

Programm: Verkostung

RIED im Innkreis

  • GuaT Gutes aus Taiskirchen – FoodCoop

16 – 18 Uhr

Taiskirchen, Dr.-Stadler-Gasse 14 (Musikschule, Hintereingang), Website

Programm: Vorstellung der Initiative

  • HOAMAT Kistl – FoodCoop

17 – 18:30 Uhr

Abhollager hinterm Bäcker in Schildorn, Website

Programm: Infos zum Verein

  • Riadarei – FoodCoop

12 – 14 Uhr

Hohenzell, Ficht 12, Website

Programm: Verkostung

ROHRBACH

  • Bio-Drehscheibe – FoodCoop

16 – 19 Uhr

Lembach, Marktplatz 12, Website

Programm: Produktverkostung

  • Gärtnerhof Ackerhummel – Solidarische Landwirtschaft

14 – 17 Uhr

Neustift im Mühlkreis, Dorf 21, Website

Programm: Hofführung um 14 Uhr

SCHÄRDING

  • Kistlweis Schärding – Foodcoop

15 – 19 Uhr

St. Florian am Inn, Otterbach 9, Website

Programm: Verkostung lokaler Produkte

URFAHR-UMGEBUNG

  • bauern.laden.ein – FoodCoop

14 – 18 Uhr

Alberndorf in der Riedmark, Hauptstrasse 44, Website

Programm: Handwerkliche Verkaufsausstellung mit Tombola (Preise aus unserem Bauernladenein) und am 17.10. Betriebsbesichtigung auf einem Bio Bauernhof, der Wurst und Speck uvm. anbietet.

  • Kirchschlager Speis – FoodCoop

16 – 18 Uhr

Kirchschlag, Am Breitenstein 1, Website

Programm: Blick hinter die Kulissen einer FoodCoop

VÖCKLABRUCK

  • Belehof – Solidarische Landwirtschaft

11 – 17 Uhr

Rutzenmoos, Website

Programm: Kennenlernern der Produzent:innen

  • FoodCoop Vöcklabruck

15 – 17 Uhr

Vöcklabruck, OKH (Kellerabgang), Hans Hatschekstraße 24, Website

Programm: Gemeinsamen Schmausen und Durchprobieren, Erläuterungen zu Produkten und Abläufen der FoodCoop

  • Neukirchner Regionalspeis – FoodCoop

ab 16 Uhr

Alter Pfarrhof in Neukirchen/Vöckla, Website

Programm:

16 – 18:30 Uhr Verkostung, Getränke, Einkaufsmöglichkeit und Tag der offenen Tür

18.30 – 20 Uhr Filmvorführung mit anschließender Diskussion, gemütliches Ausklingen – gezeigt wird „Bauer sucht Crowd“ Kooperation mit Hunger.Macht.Profite). Zusätzlich wird gleichzeitig noch ein Kinderfilm gezeigt.

  • Solawi Vöcklabruck – Solidarische Landwirtschaft

13 – 15 Uhr

Manning, Scharedt 3, Website

Programm: Vorstellung der SoLaWi und Kennenlernen

WELS-LAND

  • Gemüsefreude Sattledt – Solidarische Landwirtschaft

17:30 – 18:30 Uhr

Sattledt, Ziegeleistraße 2, Website

Programm: 17:30 Uhr Feld- und Hofführung (bei jedem Wetter) – Optional ab 14:30 Uhr: Wer möchte möchte, kann davor schon zum Karottenernten vorbeikommen (nur bei halbwegs trockenem Boden – gern vorher anrufen!)

Salzburg

  • Salzkörndl – FoodCoop

14 – 18 Uhr

Salzburg, Gneiserstrasse 22, Website

Programm: Verkostungen, Lagererklärung

Vorarlberg

  • FoodCoop KOST.bar

19:30 – 21:00 Uhr

Rankweil, Altes Gasthaus Rössle, Website

Programm: Foodcoop Marktplatz (Waren/Produkte) und geselliges Beisammensein

Wien

  • „Die Gabln“ Verein z. Förderung d. Ernährungssouveränität – FoodCoop

16 – 19 Uhr

1160 Wien, Arltgasse 1 (Eingang Gablenzgasse), Website

Programm: Gemeinsam verkosten, kennenlernen und austauschen
Für Groß und Klein: Kreativ-Workshop „Gemüsegesichter malen“ zur Gestaltung der Auslage

  • d’speis – FoodCoop

14 – 18 Uhr

1150 Wien, Markgraf Rüdigerstraße 14/2, Website

Programm: Speis-Führung, Verkostung

  • FoodX – FoodCoop

16 – 18 Uhr

1100 Wien, Herzgasse 86, Website

Programm: Verkostung

Samstag, 17.10.2026

Kärnten

  • Gelawi Zwiebelzopf – SoLaWi

9:30 – 12 Uhr

Villach, St. Ruprechterplatz 6, Website

Programm: Führung durch den Garten und kleine Verkostung

Niederösterreich

  • FC Guad Mistelbach

9 – 17 Uhr

Mistelbach, Bahnstraße 28, Website

Programm: Verkostung

  • Krems Krekoodel – FoodCoop

10 – 14 Uhr

Krems, Pfarrplatz 5, Website

Programm: Auftaktveranstaltung zum Jahr der Demokratie in Krems – Mehr Infos

Oberösterreich

BRAUNAU

  • SoLaWi Rittersberg

14 – 19 Uhr

Neukirchen an der Enknach, Rittersberg 9, Website

Programm: Vorstellung und Austausch

FREISTADT

  • Speiskastl Jeanette Mayrhofer – Bio-Regionalversorger mit Vorbestellsystem

Abholung von Bestellungen der aktuellen Woche, Führung Samstag um 10 und um 14 Uhr nach Voranmeldung

Bad Zell, Aich 6, Website

Programm: Besichtigung einer alternativen Biolandwirtschaft und Blick hinter die Kulissen des Speiskastls, Anmeldung zur Führung per WhatsApp unter +43 676 371 47 40.

GRIESKIRCHEN

  • Wallerner Körberl – FoodCoop

8 – 12 Uhr, Wallerner Markttag

Wallern an der Trattnach, Tagesheimstätte – Marktplatz 1, Website

Programm: Wallerner Markttag – lernt die Produzent:innen vom Wallerner Körberl kennen und kauft regionale Köstlichkeiten direkt bei den Erzeuger:innen

URFAHR UMGEBUNG

  • bauern.laden.ein – FoodCoop

Alberndorf in der Riedmark

Treffpunkt um 14 Uhr bei Bio-Bauernhof (bitte um Anmeldung, Website)

Programm: Betriebsbesichtigung auf einem Bio-Bauernhof, der Wurst und Speck uvm. anbietet.

Am Samstag bereits Programm bei der FoodCoop selbst (s.o.: bauern.laden.ein, Alberndorf in der Riedmark, Hauptstrasse 44, Handwerkliche Verkaufsausstellung mit Tombola)

VÖCKLABRUCK

  • Solawi Vöcklabruck – Solidarische Landwirtschaft

9 – 14 Uhr

Manning, Scharedt 3, Website

Programm: Gemeinsam Fermentieren (Workshop) – begrenzte Teilnehmer:innenzahl, Anmeldungen bitte an Aloisia: webinger.987@gmail.com

Tirol

  • bareFOOD – FoodCoop

13 – 16 Uhr

Innsbruck, Dr.-Stumpf-Strasse 10a, Website

Programm: Verkostung und Q&A

  • SoLaWi Thurnfeld – Solidarische Landwirtschaft

14 – 16 Uhr

Hall in Tirol, Kaiser-Max-Str. 7, Website

Programm: Feldführung und Vorstellung

Vorarlberg

  • SoLaWi Bodenkultur

10:30 – ca. 14 Uhr

Sulz, Haltestelleweg 3, Website

Programm: Info-Veranstaltung, Betriebs-Begehung mit ausführlichem Gespräch zur SoLaWi

Wien

  • 1. FC Meidling Löwenzahn – FoodCoop

11 – 14 Uhr

1120 Wien, Korbergasse 3, Website

Programm: Verkostung unserer Produkte

  • 1korn – FoodCoop

15 – 18 Uhr

1160 Wien, Seitenberggasse / Ecke Paletzgasse, Website

  • FoodCoop Hirtenkost

14 – 16 Uhr

1230 Wien, Breitenfurter Straße 358, Website

Programm: Produktverkostung, Infos und Mitmachplakate zu FoodCoop-Themen, Kinderspiel-Ecke

  • Radieschenbund – FoodCoop

15 – 22 Uhr

1160 Wien, Brestelgasse 20/1-3, Website

Programm: Ein Fest der drei Vereine – mit Getränken und Lebensmitteln der FoodCoop sowie der Brotpilot*Innen und Waffeln und Zuckerwatte von leila.wien bei musikalischer Begleitung (Konzert ab 18 Uhr)

  • Rübezahl 17 – FoodCoop

10 – 17 Uhr

1170 Wien, Palffygasse 15, Website

Programm: 10 -17 Uhr Kennenlernen der Foodcoop Rübezahl 17, Ins-Gespräch-Kommen über das Konzept Foodcoop, Probieren von Kostproben unserer Lieferant:innen

Ab 15 Uhr Christine Nöstlinger – Lesung: Texte der Hernalser Autorin mit Fokus auf Ereignisse ihrer Kindheit in der Geblergasse, aus den Erinnerungen „Glück ist was für Augenblicke“ & „Maikäfer flieg! Mein Vater, das Kriegsende, Cohn und ich“

Sonntag, 18.10.2026

Oberösterreich

FREISTADT

  • Gemüslich – Freistadt, Solidarische Landwirtschaft

9 – ca. 11:30 Uhr am Feld, ab ca. 12 Uhr im Solidarischen Cafe Figo

Waldburg, Feld bei St. Peter 20 (gemüslich in Google Maps eingeben), Website

Programm:

Bei fast jedem Wetter findet ab 9 Uhr eine Führung übers Feld statt, mit Einblicken in regenerativen Bodenaufbau, Gemüsebau mit möglichst wenig Plastik und wie sich Pflanzen gegenseitig positiv beeinflussen können. Abschließend gibt es einen kurzen Ausblick in die geplanten Agroforstreihen und die Möglichkeit eine Baum-/Strauchpatenschaft für mehr Biodiversität abzuschließen. Ein kleiner Ausblick über die nächsten Aktivitäten sowie die nächste Saison schließen den Programmteil ab. 
Als Verköstigung gibt es Kürbiscremesuppe. 

Ab ca. 12 – 14 Uhr überrascht uns Kevin Manzenreiter – ein wunderbar talentierter Koch, bekannt mit seiner Marke ‚MaKe‘ – im Solidarischen Cafe Figo mit kleinen Schmankerln zum Teilen, direkt vom Feld und der Umgebung! Die 20 Sitzplätze für das mehrgängige Menü werden zuvor am Feld verlost.

Kaffee und Kuchen laden abschließend zu einem gemüslichen Beisammensein mit Open End ein.

Eingeladen sind natürlich alle Saisonteiler:innen und solche, die es noch werden möchten, sowie alle, die sich für Gemüsebau, Hobby-Gemüse und naturnahes Gärtnern interessieren.

Damit genug Köstlichkeiten vorhanden sind, freue ich mich über deine Anmeldung unter kontakt@gemueslich.at

Eintritt und Verköstigung: Freiwillige Spende!

SCHÄRDING

  • Subona – FoodCoop

14 – 17 Uhr

Suben, Etzelshofen 1, Website

Programm: Brote, Saft, Kaffee und Kuchen

Wien

  • Allmunde – FoodCoop

16 – 19 Uhr

1150 Wien, Alberichgasse 8, Website

Programm:

Filmabend mit „Edible City: Grow the Revolution“
Verkostung
Führung durch die Allmunde
Kinder willkommen (haben nette Grätzeloase)

Oben von links nach rechts: SoLaWi Tannberg (Lochen a. See), Bauern.laden.ein (Alberndorf), FoodCoop Wallerner Körberl (Wallern). Unten links: SoLaWi Ackerhummel (Neustift i. Mühlkreis)

Das waren die Tage der offenen Türen 2025

Unter dem Motto „Gemeinschaft schmeckt besser“ boten die teilnehmenden Gruppen ein buntes Programm mit Verkostungen, Hofführungen, Kinderaktionen, Kürbisschnitzen und Standlmärkten. Ein besonderes Highlight waren die Jubiläumsfeiern der beiden FoodCoops „Kirchschlager Speis“ und „GuaT – Gutes aus Taiskirchen“, die jeweils ihr zehnjähriges Bestehen feierten. Auch kulinarisch kamen Besucher:innen auf ihre Kosten – etwa bei der „Jause von dahoam“, die ganz im Zeichen regionaler Spezialitäten stand.

Gemeinschaft und regionale Versorgung im Mittelpunkt

Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, Initiativen kennenzulernen, Produzent:innen persönlich zu treffen und regionale Köstlichkeiten zu probieren. Viele Interessierte entschieden sich spontan, einer FoodCoop beizutreten oder einen Probe-Ernteanteil bei einer SoLaWi zu übernehmen – ein deutliches Zeichen für das wachsende Interesse an regionaler Lebensmittelversorgung.

In Oberösterreich gibt es mittlerweile rund 30 FoodCoops und 15 SoLaWis – damit liegt das Bundesland österreichweit im Spitzenfeld. Seit 2014 werden diese Initiativen durch das Projekt „Appetit auf Gutes“ unterstützt, eine Kooperation von BIO AUSTRIA OÖ, Klimabündnis OÖ und dem Umweltressort des Landes OÖ.

Was sind FoodCoops und SoLaWis?

  • FoodCoops, kurz für Lebensmittelkooperativen, sind Zusammenschlüsse von Konsument:innen, die direkt von regionalen Hersteller:innen Lebensmittel beziehen. Die Mitglieder einer FoodCoop organisieren den Einkauf gemeinschaftlich und setzen auf kurze Lieferwege. Die Idee dahinter: Erzeuger:innen erhalten faire Preise und die Konsument:innen frische Lebensmittel aus der Region. Die Mitglieder entscheiden gemeinsam, welche Produkte von welchen Betrieben bezogen werden. So entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Produzent:innen und den Konsument:innen, die bewusst und aktiv an der Lebensmittelversorgung teilnehmen.
  • Solidarische Landwirtschaften (SoLaWis) gehen noch einen Schritt weiter. Hier schließen sich Höfe direkt mit einer Gruppe von Konsument:innen zusammen, um die Herstellung und Verteilung von den am Hof erzeugten Lebensmitteln gemeinschaftlich zu gestalten. Die Mitglieder – auch „Ernteteiler:innen“ genannt – unterstützen den Betrieb finanziell im Voraus, damit dieser die Lebensmittel über die Saison hinweg produzieren kann. Dafür erhalten sie regelmäßig ihren Anteil der hergestellten Lebensmittel. SoLaWis ermöglichen es den Konsument:innen eng mit der Landwirtschaft verbunden zu sein und nicht nur die Ernte, sondern auch Produktionsentscheidungen mitzutragen und bei Mithilfetagen direkte Einblicke in die Herstellung ihrer Lebensmittel zu bekommen. Das Konzept fördert die regionale Versorgung, schont wertvolle Ressourcen und stärkt die soziale Gemeinschaft.

Tage der offenen Türen 2024

Zahlreiche der insgesamt über 60 oberösterreichischen Initiativen öffneten am 18. und 19. Oktober 2024 ihre Türen und Hoftore für alle, die sich ein Bild von gemeinschaftsgetragener Lebensmittelversorgung machen wollten.

In Aspach im Innviertel überzeugte die FoodCoop „Brot und Ruam“, wo ein Marktfest für Besucher:innen veranstaltet wurde. Hier konnten zahlreiche biozertifizierte Produkte direkt verkostet werden. Magdalena Barth, Obfrau von BIO AUSTRIA Oberösterreich, zeigte sich begeistert vom Engagement der FoodCoop.

Ein weiteres Highlight an den Tagen der offenen Türen 2024 war die SoLaWi Gmias in Leonding mit ihrem vielfältigen Gemüseanbau und einem Einblick in den gemeinschaftlichen Produktionsprozess. Auch prominente Unterstützung kam von Umweltlandesrat Stefan Kaineder, der betonte, wie wichtig solche Projekte für die regionale Lebensmittelversorgung und das Klima sind.

Auch viele weitere Initiativen wie „Bauern.laden.ein“ in Alberndorf, FoodCoop Vöcklabruck, SoLaWi Vöcklabruck, „Pabneukistl“ in Arbing, Fairteiler Scharnstein, SoLaWi futter:natur in Wallern und zahlreiche mehr öffneten ihre Türen und Hoftore und begeisterten mit Rahmenprogramm, Kostproben und persönlichen Gesprächen.

Wir freuen uns auf die nächsten Tage der offenen Türen bei den Ernährungsinitiativen in eurer Region!

Volksschule Putzleinsdorf ist jetzt Fairtrade-Schule!

Bild: VS Putzleinsdorf

Volksschule Putzleinsdorf ist jetzt Fairtrade-Schule!

Am 26. Juli war es soweit: Die VS Putzleinsdorf wurde offiziell zur Fairtrade-Schule ernannt. Die feierliche Urkunde überreichte die ehemalige Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz von den Grünen, Schuldirektor Karl Lindorfer nahm sie im Namen der Schule entgegen.

Anlass für dieses besondere Engagement war das Jubiläum „10 Jahre Fairtrade-Region Donau-Ameisberg“. „Das wollten wir zum Anlass nehmen, den Gedanken des fairen Handels auch mit unseren Kindern weiterzuspinnen“, so Schuldirektor Karl Lindorfer.

Wie alles begann

Zunächst wurde an der Schule ein Fairtrade-Schulteam gegründet, dem alle Klassenlehrkräfte, der Direktor sowie drei Elternvertreter:innen angehören. Gemeinsam wurde ein Projekttag geplant, an dem Schokolade und Bananen im Mittelpunkt standen. Die Kinder konnten dabei verfolgen, welchen Weg diese Produkte von der Ernte bis auf den Teller zurücklegen.

Dabei erfuhren sie auch, wie sich der Preis eines Produkts zusammensetzt und welche Ungerechtigkeiten dabei oft eine Rolle spielen. Besonders wichtig war es der Schule, dass die Kinder das Fairtrade-Gütesiegel kennenlernen, damit sie schon früh wissen, wie sie beim Einkaufen selbst auf Fairness achten können. Im Anschluss an den Projekttag wurden die Themen dann auch im Unterricht jeder Klasse weiter vertieft.

Foto: VS Putzleinsdorf

Der Weg zur Auszeichnung

Neben dem Schulteam und dem Projekttag brauchte es noch einen Aktionsplan, der von der Schulleitung unterstützt und unterschrieben wurde. Auch im Schulalltag selbst spielt Fairtrade eine Rolle: Fairtrade-Produkte werden verwendet und das Bewusstsein dafür aktiv gefördert. Ergänzt wird das Engagement durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema Fairer Handel.

Was bedeutet es, Fairtrade-Schule zu sein?

Die Auszeichnung als Fairtrade-Schule zeigt, wie sehr sich die Schulgemeinschaft für fairen Handel, Nachhaltigkeit und globale Verantwortung einsetzt. Die Kinder lernen dabei, dass bewusster Konsum und gerechte Handelsbedingungen einen echten Beitrag zu einer besseren Zukunft leisten können.

Kontakt

Rocinela Ortiz-Castillo

0732/77 26 52-28

0660/14 55 709

rocinela.castillo@klimabuendnis.at

Neuer digitaler Auftritt für viele FoodCoops in OÖ

Bild: Klimabündnis OÖ

Neuer digitaler Auftritt für viele FoodCoops in OÖ

Die meisten der 30 FoodCoops in Oberösterreich erhalten mit Unterstützung des Projekts „Appetit auf Gutes“ Ende Juni 2026 einen einheitlichen, neuen Webauftritt. Die modernisierte Startseite soll die Sichtbarkeit regionaler Lebensmittelgemeinschaften erhöhen und neue Mitglieder begeistern.

Während die Begriffe „regional“ und „saisonal“ in aller Munde sind, wissen viele Menschen nicht, dass es in Oberösterreich bereits mehr als 30 FoodCoops gibt. Der neue gemeinsame Webauftritt soll das ändern: Er macht bestehende Initiativen sichtbarer und erleichtert den Zugang zu gemeinschaftlich organisierter Lebensmittelversorgung aus der Region für die Region.

Initiiert wurde die Weiterentwicklung der Online-Plattform von den FoodCoops Regionalspeis Neukirchen und Vöcklabruck. Mit professioneller Begleitung entstand eine neue Landingpage, die die Vorteile von gemeinschaftlicher Versorgung mit regionalen Lebensmitteln in den Mittelpunkt rückt. Das Update wird Ende Juni ausgerollt. Anschließend können die Initiativen die Inhalte individuell anpassen.

Gemeinschaftliche organisierte Lebensmittelversorgung in OÖ

Mit über 30 FoodCoops und rund 20 Dorfläden mit Vorbestellsystem zählt Oberösterreich österreichweit zu den aktivsten Regionen für gemeinschaftlich organisierte Lebensmittelversorgung. FoodCoops sind selbstorganisierte Einkaufsgemeinschaften, in denen Haushalte gemeinsam Lebensmittel direkt bei regionalen und überwiegend biologischen Produzent:innen beziehen. Bestellt wird von den Mitgliedern über eine Online-Plattform, abgeholt werden die Produkte an gemeinschaftlich organisierten Verteilpunkten. Dadurch entstehen kurze Lieferwege und ein direkter Bezug zur Herkunft der Lebensmittel. Gemeinsam Lebensmittel direkt von Höfen aus der Region bestellen und zentral abholen – das ist das Erfolgskonzept der FoodCoops.

Wer regionale Lebensmittel direkt von Produzent:innen beziehen und Teil einer FoodCoop werden oder selbst eine gründen möchte, findet eine Übersicht aller FoodCoops und SoLaWis in Oberösterreich sowie weitere Infos hier.

Ansprechperson

Mag.a Gudrun Zecha – Appetit auf Gutes/BIO AUSTRIA Oberösterreich

gudrun.zecha@bio-austria.at

Mag.a Tanja Obernberger – Klimabündnis Oberösterreich

tanja.obernberger@klimabuendnis.at

Zum Projekt Appetit auf Gutes

Das Projekt Appetit auf Gutes unterstützt seit 2014 FoodCoops, Solidarische Landwirtschaften (SoLaWis) und weitere Initiativen für regionale Lebensmittelversorgung in Oberösterreich. Es ist eine Kooperation von BIO AUSTRIA Oberösterreich und Klimabündnis Oberösterreich und wird vom Umweltressort des Landes Oberösterreich finanziert. Ziel ist es, regionale Versorgungsstrukturen zu stärken und Menschen bei der Gründung und Weiterentwicklung von Lebensmittelinitiativen zu begleiten.

Neues Portrait: Vom Software-Entwickler zum Gemüsebauer

Foto: Gerald Hauser

Neues Portrait: Vom Software-Entwickler zum Gemüsebauer

Gerald Hauser startet mit gemüslich eine solidarisch organisierte Bio-Landwirtschaft bei Freistadt.

Gerald Hauser (36) aus dem Mühlviertel hat einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen: Nach einem Studium in Hagenberg war er zehn Jahre lang als Software-Entwickler tätig – bis sich seine Interessen immer stärker in Richtung Garten und Natur verschoben. Erste praktische Erfahrungen sammelte er in Gemeinschaftsgärten, wo er den Gemüseanbau vom Freiland bis zum Folientunnel kennenlernte.

„Der Gedanke, mir selbst das anzubauen, was ich brauche, hat mich immer fasziniert“, erzählt Gerald Hauser.

2025 wagte er schließlich den Neustart und gründete gemüslich, einen eigenständigen Bio-Gemüsebaubetrieb (EU-Bio-Zertifizierung), der seit heuer (2026) nach den Prinzipien der Solidarischen Landwirtschaft (kurz: SoLaWi) organisiert ist. Dass er biologisch wirtschaften möchte, stand für ihn von Anfang an fest: regional, saisonal und bio – so kauft er selbst am liebsten ein.

Über Kontakte zu Landwirt:innen in der Region konnte er Bio-Flächen in Waldburg pachten. Heute bewirtschaftet er eine Gesamtfläche von rund 6.000 Quadratmetern, davon etwa 2.000 Quadratmeter mit vielfältigem Gemüseanbau, 380 Quadratmeter davon unter Folie. Die übrigen Flächen dienen bewusst der Biodiversität. Insgesamt kultiviert er rund 120 verschiedene Gemüse- und Kräutersorten.

Der Berufswechsel war für Gerald Hauser eine wirklich gute Entscheidung. Auch wenn besonders die erste Zeit mit teilweise über 80 Wochenstunden fordernd war, bereut er den Schritt nicht.

„Ein Produkt sollte nicht nur einen Preis haben, sondern auch einen Wert“, ist er überzeugt.

Gemeinschaft, Transparenz und das Teilen von Verantwortung – das schätzte er bereits im Gemeinschaftsgarten. In seiner solidarisch organisierten Landwirtschaft geht es ihm um planbare Direktvermarktung, transparente Kommunikation und eine bewusste Verbindung zwischen Produzent und Kund:innen. „Damit wieder mehr Verbundenheit zwischen Mensch und Natur entsteht und ein Verständnis für Boden und Arbeit wachsen kann, wird das Gemüse direkt am Feld abgeholt.“

Sein früherer Job fehlt ihm übrigens nicht: „Es gibt sicher noch Situationen, in denen ich an meinen alten Job denke. Aber die Art und Weise, wie ich damals gearbeitet habe, vermisse ich nicht. Jetzt kann ich mir selber aussuchen, was ich mache. Irgendwie bin ich jetzt alles – vom Projektmanager bis zum Landwirt. Die Arbeit bei jedem Wetter ist abwechslungsreich, und wenn ich sehe, was die Natur alles bietet, freue ich mich auf jeden Tag.“

Interessiert? Aktuell gibt es noch freie Saisonanteile. Alle Informationen zum Betrieb und zur Teilnahme finden sich hier:

Homepage der SoLaWi gemüslich

Die Portraits aus 2025

Die Portraits aus 2025

Eine Solidarische Landwirtschaft in Leonding, eine Slow Flower Anbieterin in Sattledt, eine Second Hand Boutique in Wels und ein Upcycling-Shop, wo aus alten Stoffen Neues gestaltet wird – sie alle haben wir 2025 besucht! Die Portraits gibt´s hier noch einmal auf einen Blick!

SoLaWi Gmias, Leonding

Anfang März 2025 besuchten wir die SoLaWi Gmias in Leonding und schauten ihnen bei der Saisonvorbereitung über die Schulter!

Bei einer SoLaWi schließen sich Landwirt:innen und Konsument:innen zu einer Gemeinschaft zusammen, um die Produktion von Lebensmitteln gemeinsam zu tragen. Die Kosten der Saison und die Ernte werden fair geteilt. Alle SoLaWis in OÖ findest du auch hier.

Lisi Grün, Sattledt

Kurz vor dem Muttertag holten wir uns bei „Lisi Grün“ Inspirationen für Blumensträuße aus heimischen Schnittblumen. Bei dem biologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetrieb in Sattledt gibt es Schnittblumen, Gemüse-Jungpflanzen und zum Beispiel auch Trockenblumen.

zweitBlick fashion, Wels

Bei zweitBlick fashion in Wels gibt es Second Hand Markenmode. Wir sprachen im Sommer mit den Betreiber:innen über ihre Begeisterung für Nachhaltigkeit und Mode.

gluehbirnchen, Linz

Bei gluehbirnchen in Linz entsteht Neues aus alten Stoffen – generationenübergreifend. Aus dem Kleid von Oma wird ein neuer Rock fürs Enkerl. Oder das alte Hemd wird in Stoffspielzeug für die Kleinen verwandelt.

FAIRtalks: Gemeinden zeigen, wie’s geht!

FAIRtalks: Gemeinden zeigen, wie’s geht!

In kurzen Videointerviews berichten FAIRTRADE-Gemeinden aus Oberösterreich, wie sie sich für fairen Handel einsetzen und andere zum Mitmachen motivieren.

Traun, Bad Zell, Lembach – drei Gemeinden von vielen, in denen sich Menschen schon seit langer Zeit für fairen Handel einsetzen. Wir haben sie im Vorfeld der EZA-Woche 2025 besucht und sie zu ihrem Engagement befragt.

Traun

Traun hat mehr als 25.000 Einwohner und ist seit 10 Fairtrade-Gemeinde! Wir erfahren, wie beim Trauner Stadtamt auf das Motto „regional, saisonal, biologisch und fair“ geachtet wird. Mehr dazu im Video!

Fairtrade-Region Donau-Ameisberg

Lembach im Mühkreis liegt in der Fairtrade-Region Donau-Ameisberg. 2016 formten dort neun Gemeinden gemeinsam die damals erste Fairtrade-Region in Oberösterreich. Warum der Region und Lembach das Engagement für fairen Handel wichtig ist, erfahrt ihr im Video!

Bad Zell

Für unser drittes Video besuchen wir Bad Zell. Wir sprechen unter anderem mit Biobäuerinnen, die neben eigenen und regionalen Erzeugnissen auch fair gehandelte Produkte anbieten.

Warum ihnen das ein Anliegen ist, erfahrt ihr im Video!

Faire Beschaffung, gerechte Arbeitsbedingungen und bewusster Konsum im Fokus

Faire Beschaffung steht für gerechte Preise, gute Arbeitsbedingungen und faire Handelspraktiken entlang der gesamten Produktionskette. Das Klimabündnis Oberösterreich setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, das Bewusstsein für faire Beschaffung in Gemeinden, Organisationen, Betrieben und Schulen zu stärken.

Falls auch Sie Interesse haben, Maßnahmen zu Fairtrade-Projekten umzusetzen oder Fairtrade-Gemeinde zu werden, freuen wir uns, wenn Sie Kontakt aufnehmen:

Mehr Infos

Rocinela Ortiz Castillo

BiKB, FAIRTRADE Gemeinde, SO:FAIR, Klimagerechtigkeit in OÖ

Klimabündnis Oberösterreich
Südtirolerstraße 28/5, 4020 Linz

Tel.: 0732/772652-23
Rocinela.Castillo@klimabuendnis.at
https://www.klimabuendnis.at

Neue SoLaWi Broschüre ist da!

Neue SoLaWi Broschüre ist da!

Unsere neue SoLaWi-Broschüre ist da – mit frischen Perspektiven für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Ob als Konsument:in oder Produzent:in – entdeckt, wie Solidarische Landwirtschaft verbindet, stärkt und neue Wege eröffnet.

Für Produzent:innen

Auf der einen Seite richtet sich diese Broschüre an ökologisch wirtschaftende Produzent:innen, die nach alternativen Vermarktungsformen mit möglichst direktem Kund:innenkontakt suchen, um dadurch ihren Betrieb auf einer sicheren Basis von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen führen zu können.

Für Konsument:innen

Auf der anderen Seite richtet sich die Broschüre an Konsument:innen, die nach Quellen für regionale und unter gerechten Bedingungen produzierte Lebensmittel suchen (meist mit BIO-Zertifizierung), an all jene die einfach wissen wollen, wo ihr Essen herkommt und wie es produziert wurde, und die wieder ein Stück näher an das landwirtschaftliche Leben rücken möchten.

Warum SoLaWi?

Wir wollen durch diese Broschüre auf Solidarische Landwirtschaft als eine zukunftsweisende Form der Landwirtschaft und Lebensmittelverteilung aufmerksam machen. Denn Solidarische Landwirtschaft ist eine sozial gerechte Antwort auf die Frage: Wo und unter welchen Bedingungen wurden jene Lebensmittel hergestellt, die wir tagtäglich konsumieren?

Lasst euch von dieser Broschüre inspirieren und schöpft selbst Mut und Motivation für den Aufbau einer neuen SoLaWi in Österreich!

Das Ziel dieser Broschüre ist es, Konsument:innen und Produzent:innen das Wissen an die Hand zu geben, diese Idee wirtschaftlich und professionell umsetzen zu können, sodass sie gut davon und damit leben können. Ob als Neugründer:innen oder Umsteller:innen, wir freuen uns, dass ihr ein Teil davon seid!

Jetzt Broschüre herunterladen und mehr erfahren:

Jetzt herunterladen

Neues Portrait: SoLaWi Rittersberg in Neukirchen

Fotos: Sabine Hofer

Neues Portrait: SoLaWi Rittersberg in Neukirchen

Der Zeitlmayerhof in Neukirchen an der Enknach lag rund 20 Jahre still, bis 2021 Carola Geisberger und Reinhard Hofer begannen, auf dem früheren Milchbetrieb eine Solidarische Landwirtschaft aufzubauen. Heute versorgen sie mit ihrer SoLaWi Rittersberg rund 100 Ernteteiler:innen mit frischem, regionalem Gemüse.

Sie werde nur immer noch überzeugter von dem Konzept, je länger sie es mache, antwortet Carola Geisberger auf die Frage, warum sie sich für eine Solidarische Landwirtschaft entschieden habe. Die Gemeinschaft und die Treue der Ernteteiler gebe ihr viel. Dazu die Abnahmegarantie über das ganze Jahr, das geteilte Risiko und das sichere Einkommen – das alles seien große Vorteile einer SoLaWi, schildert die Innviertlerin.

Carola Geisberger und ihr Partner Reinhard Hofer bauen bei ihrer SoLaWi Rittersberg auf etwa einem Hektar Gemüse an. Dazu kommen Flächen für Kartoffelanbau, Hafer und Kleegras und 450 Quadratmeter Folientunnel. Seit 2021 sind sie auch BIO AUSTRIA Betrieb. Die Arbeit teilen sich die beiden mit einem Lehrling. Inzwischen haben die beiden auch mehr als 20 Obstbäume gepflanzt, bei denen es bis zur ersten Ernte aber noch ein wenig dauern wird.

Reinhard Hofer wuchs am Zeitlmayerhof auf. Der gelernte Maschinenbauer arbeitet mittlerweile auch Vollzeit für die SoLaWi. Carola Geisberger verbrachte nach ihrem Studium an der Universität für Bodenkultur in Wien unter anderem einige Sommer auf Almen und arbeitete dort bei Milchwirtschaftsbetrieben.

Das Konzept einer Solidarischen Landwirtschaft lernte Carola Geisberger schon während ihres Studiums kennen. Als sie sich dann für einen Berufsweg entscheiden musste, wollte sie eine Tätigkeit, bei der sie die Sinnhaftigkeit nicht oft hinterfragen müsse, schildert Carola Geisberger – etwas aus dem Bereich Lebensmittelproduktion, an der frischen Luft, mit Gestaltungsfreiraum, eine Arbeit, die für Mensch und Umwelt gut ist und gleichzeitig Zukunft hat. Die Arbeit mit und für das Gemüse habe ihr gefallen, außerdem verortet sie einen Trend zu mehr Gemüse.

Die SoLaWi Rittersberg läuft über ein flexibles System mit einer Mindestabnahmemenge und der Möglichkeit nach Bedarf aufzustocken. Die Ernteteiler:innen bekommen etwa 44 Mal pro Jahr Gemüseanteile.


Gefragt nach ihrer Lieblingsjahreszeit antwortet Carola Geisberger rasch und mit einem Lachen: Jedenfalls nicht der Sommer – wegen der Hitze und weil man da manchmal schwimme, allerdings in Arbeit und nicht im See. Der Herbst sei gut, wenn die Saison gut war. Der ruhigere Winter biete Zeit zum Ideen schmieden. Und im Frühling freue sie sich dann schon wieder richtig auf die nächste Saison!

Hier geht´s zur Facebook-Seite der SoLaWi Rittersberg!

FoodCoop-Vernetzungstreffen in Linz 2025

Fotos: IG FoodCoops

FoodCoop-Vernetzungstreffen in Linz 2025

Von 25. bis 27. April 2025 wurde Linz zum Zentrum der gemeinschaftlich organisierten Lebensmittelversorgung: Rund 50 Vertreter:innen von 25 FoodCoops aus ganz Österreich kamen zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse zu setzen.

Den Auftakt machten wir mit einem Besuch der Ausstellung Connected Earth im Ars Electronica Center – eine kreative und eindrucksvolle Reise durch die verflochtenen Zusammenhänge des Lebens und Wirtschaftens auf unserer Erde.

Am nächsten Tag ging es direkt in die Praxis: In einem Soziokratie-Workshop haben wir gemeinsam partizipative Entscheidungsprozesse ausprobiert und erlebt, wie Zusammenarbeit auf Augenhöhe funktioniert. Darüber hinaus brachte ein Workshop zu Gewerbe- und Steuerrecht Licht ins juristische Dunkel – viele offene Fragen konnten geklärt werden. Wer Interesse an der Zusammenfassung hat, kann sich gerne bei appetitaufgutes@bio-austria.at melden.

Im Open Space haben wir Visionen geschmiedet und neue Wege für die Weiterentwicklung und Verbreitung unserer FoodCoops in ganz Österreich diskutiert. Da war spürbar: sich auszutauschen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten gibt neuen Schwung für jede:n einzelne:n und für die Bewegung!

Der Sonntag stand ganz im Zeichen digitaler Lösungen: Wir haben uns über neue Funktionen für FoodCoop-Softwares ausgetauscht – wie z.B. automatische Abo-Bestellungen – und erste Schritte für eine gemeinsame Organisationsplattform wurden vorgestellt.

Ein Highlight zum Abschluss war die Exkursion zum innovativen Bio-Austria-Betrieb Ackerlhof. Dort erwartete uns nicht nur ein Blick hinter die Kulissen, sondern auch der köstliche „Bohnenkas“ – ein Tofu aus eigenem Soja-Anbau, der zeigt, wie Zukunft schmecken kann.

Für eine wunderbar warme Atmosphäre sorgten die Linzer Gastgeber:innen im Willy*fred Hausprojekt – die FoodCoops Einkaufsgemeinschaft, Urfair und Franckkistl – und verwöhnten uns mit regionalen Bio-Schmankerln direkt von ihren lokalen Lieferant:innen.

Ein lebendiges Zeichen für die österreichische FoodCoop-Bewegung

Mit über 110 aktiven FoodCoops in Österreich und der Vision, diese Zahl in den nächsten zehn Jahren auf 1.000 zu steigern, war das Treffen ein kraftvoller Schritt nach vorn. Wir gehen motiviert und inspiriert weiter – solidarisch, regional und zukunftsorientiert.

Das Projekt Appetit auf Gutes von Bio Austria und Klimabündnis, seit 2014 mit dabei, freut sich, diese Bewegung weiterhin mit Beratung, Infomaterialien, Workshops und Vernetzungstreffen zu unterstützen.

Neues Portrait: FoodCoop „Güterwege“ aus Kirchdorf

Foto: Güterwege

Neues Portrait: FoodCoop „Güterwege“ aus Kirchdorf

Seit nunmehr zehn Jahren versorgt die FoodCoop Güterwege aus Kirchdorf Menschen in der Region mit biologisch produzierten Lebensmittel.  Inzwischen bieten sie mehr als 400 Produkte von 20 verschiedenen Hersteller:innen an. Wir haben mit Kathi Klinglmayr von Güterwege gesprochen und die wichtigsten Fakten rund um die FoodCoop für euch zusammen gefasst.

Den ganzen Bericht über die FoodCoop Güterwege könnt ihr hier nachlesen!