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Volksschule Putzleinsdorf ist jetzt Fairtrade-Schule!

Bild: VS Putzleinsdorf

Volksschule Putzleinsdorf ist jetzt Fairtrade-Schule!

Am 26. Juli war es soweit: Die VS Putzleinsdorf wurde offiziell zur Fairtrade-Schule ernannt. Die feierliche Urkunde überreichte die ehemalige Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz von den Grünen, Schuldirektor Karl Lindorfer nahm sie im Namen der Schule entgegen.

Anlass für dieses besondere Engagement war das Jubiläum „10 Jahre Fairtrade-Region Donau-Ameisberg“. „Das wollten wir zum Anlass nehmen, den Gedanken des fairen Handels auch mit unseren Kindern weiterzuspinnen“, so Schuldirektor Karl Lindorfer.

Wie alles begann

Zunächst wurde an der Schule ein Fairtrade-Schulteam gegründet, dem alle Klassenlehrkräfte, der Direktor sowie drei Elternvertreter:innen angehören. Gemeinsam wurde ein Projekttag geplant, an dem Schokolade und Bananen im Mittelpunkt standen. Die Kinder konnten dabei verfolgen, welchen Weg diese Produkte von der Ernte bis auf den Teller zurücklegen.

Dabei erfuhren sie auch, wie sich der Preis eines Produkts zusammensetzt und welche Ungerechtigkeiten dabei oft eine Rolle spielen. Besonders wichtig war es der Schule, dass die Kinder das Fairtrade-Gütesiegel kennenlernen, damit sie schon früh wissen, wie sie beim Einkaufen selbst auf Fairness achten können. Im Anschluss an den Projekttag wurden die Themen dann auch im Unterricht jeder Klasse weiter vertieft.

Foto: VS Putzleinsdorf

Der Weg zur Auszeichnung

Neben dem Schulteam und dem Projekttag brauchte es noch einen Aktionsplan, der von der Schulleitung unterstützt und unterschrieben wurde. Auch im Schulalltag selbst spielt Fairtrade eine Rolle: Fairtrade-Produkte werden verwendet und das Bewusstsein dafür aktiv gefördert. Ergänzt wird das Engagement durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema Fairer Handel.

Was bedeutet es, Fairtrade-Schule zu sein?

Die Auszeichnung als Fairtrade-Schule zeigt, wie sehr sich die Schulgemeinschaft für fairen Handel, Nachhaltigkeit und globale Verantwortung einsetzt. Die Kinder lernen dabei, dass bewusster Konsum und gerechte Handelsbedingungen einen echten Beitrag zu einer besseren Zukunft leisten können.

Kontakt

Rocinela Ortiz-Castillo

0732/77 26 52-28

0660/14 55 709

rocinela.castillo@klimabuendnis.at

Neuer digitaler Auftritt für viele FoodCoops in OÖ

Bild: Klimabündnis OÖ

Neuer digitaler Auftritt für viele FoodCoops in OÖ

Die meisten der 30 FoodCoops in Oberösterreich erhalten mit Unterstützung des Projekts „Appetit auf Gutes“ Ende Juni 2026 einen einheitlichen, neuen Webauftritt. Die modernisierte Startseite soll die Sichtbarkeit regionaler Lebensmittelgemeinschaften erhöhen und neue Mitglieder begeistern.

Während die Begriffe „regional“ und „saisonal“ in aller Munde sind, wissen viele Menschen nicht, dass es in Oberösterreich bereits mehr als 30 FoodCoops gibt. Der neue gemeinsame Webauftritt soll das ändern: Er macht bestehende Initiativen sichtbarer und erleichtert den Zugang zu gemeinschaftlich organisierter Lebensmittelversorgung aus der Region für die Region.

Initiiert wurde die Weiterentwicklung der Online-Plattform von den FoodCoops Regionalspeis Neukirchen und Vöcklabruck. Mit professioneller Begleitung entstand eine neue Landingpage, die die Vorteile von gemeinschaftlicher Versorgung mit regionalen Lebensmitteln in den Mittelpunkt rückt. Das Update wird Ende Juni ausgerollt. Anschließend können die Initiativen die Inhalte individuell anpassen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Projekt „Appetit auf Gutes“ bereits seit über 10 Jahren ein wichtiger Partner für die Weiterentwicklung dieser Initiativen sind und somit freiwilliges Engagement für nachhaltige Ernährungssysteme proaktiv unterstützen können“, so Magdalena Barth, Obfrau BIO AUSTRIA OÖ.

„Gerade in Zeiten globaler Krisen gewinnen regionale Versorgungsstrukturen an Bedeutung. FoodCoops stärken die Versorgungssicherheit und halten Wertschöpfung in der Region“, betont Norbert Rainer, Geschäftsführer Klimabündnis OÖ.

Gemeinschaftliche organisierte Lebensmittelversorgung in OÖ

Mit über 30 FoodCoops und rund 20 Dorfläden mit Vorbestellsystem zählt Oberösterreich österreichweit zu den aktivsten Regionen für gemeinschaftlich organisierte Lebensmittelversorgung. FoodCoops sind selbstorganisierte Einkaufsgemeinschaften, in denen Haushalte gemeinsam Lebensmittel direkt bei regionalen und überwiegend biologischen Produzent:innen zu fairen Preisen beziehen. Bestellt wird von den Mitgliedern über eine Online-Plattform, abgeholt werden die Produkte an gemeinschaftlich organisierten Verteilpunkten. Dadurch entstehen kurze Lieferwege und ein direkter Bezug zur Herkunft der Lebensmittel. Gemeinsam günstig hochqualitative Lebensmittel direkt von Höfen aus der Region bestellen und zentral abholen – das ist das Erfolgskonzept der FoodCoops.

Wer regionale Lebensmittel direkt von Produzent:innen beziehen und Teil einer FoodCoop werden oder selbst eine gründen möchte, findet eine Übersicht aller FoodCoops und SoLaWis in Oberösterreich sowie weitere Infos hier.

Ansprechperson

Mag.a Gudrun Zecha – Appetit auf Gutes/BIO AUSTRIA Oberösterreich

gudrun.zecha@bio-austria.at

Mag.a Tanja Obernberger – Klimabündnis Oberösterreich

tanja.obernberger@klimabuendnis.at

Zum Projekt Appetit auf Gutes

Das Projekt Appetit auf Gutes unterstützt seit 2014 FoodCoops, Solidarische Landwirtschaften (SoLaWis) und weitere Initiativen für regionale Lebensmittelversorgung in Oberösterreich. Es ist eine Kooperation von BIO AUSTRIA Oberösterreich und Klimabündnis Oberösterreich und wird vom Umweltressort des Landes Oberösterreich finanziert. Ziel ist es, nachhaltige Versorgungsstrukturen zu stärken und Menschen bei der Gründung und Weiterentwicklung von Lebensmittelinitiativen zu begleiten.